Johannes Muchitsch

Haute Cuisine am "schönsten Platz der Erde"


Für Chefkoch Muchitsch ist der Wörthersee der wohl schönste Platz auf Erden. Ja, das Weltzentrum des Paradieses. Schon als Kind, im Alter von acht Jahren, besuchte der gebürtige Feldkirchner zusammen mit seinem Patenonkel regelmäßig den Wörthersee. Hier wurden nicht nur Tage, sondern Monate verbracht. Wie es das Schicksal wollte, wurde der Wörthersee, genauer gesagt das Miralago, nun zu seinem Sommerbüro.


Mit der Zeit stellte er sich immer mehr die Frage: Wo will ich sein? So war schnell klar: Der Wörthersee ist zu seinem Zuhause geworden. Eine Region mit intakter Natur, sauberem Trinkwasser, sozialer Sicherheit, Frieden, Wohlstand, einer intakten Infrastruktur, Kultur, Kulinarik und einem südlichen Klima. Er bekennt:„Es gibt zahlreiche wunderschöne Plätze auf dieser Welt- die Kombination, die unsere Heimat zu dem macht, was sie ist, ist jedoch einmalig & selten.“


HINTER DEN KULISSEN

Wenn man in diesen Business tätig ist, weiß so mancher, dass es oft nicht einfach ist, seinen Beruf mit Familie zu vereinbaren. Bei Muchitsch sind jedoch alle am Werk. So helfen seine Kinder seit nun 4 Jahren in der Küche mit. Mit seiner Kindheit verbindet der Koch „einen herrlichen Bohnensalat mit Extrawurst“. Der Haubenkoch hat es einfach geschafft, alle seine Leidenschaften unter einem Dach zu vereinen. Die Familie, das Kochen, das Leben wie im Paradies. So steht der Betrieb für „Genuss, Entschleunigung und Sommerfrische“.


Die Besonderheit am Kochen liegt für Muchitsch darin, dass er„selbst gut essen will“ (lacht). Muchitsch kocht allein schon deshalb so gerne, weil er es über die Maßen liebt, gut zu essen. „Da weiß ich dann genau, was ich vorgesetzt bekomme“ (lacht). Vor allem bereitet es ihm großes Vergnügen, seine eigenen Kreationen auf den Teller zu zaubern. Ein schöner Nebeneffekt ist es, andere Menschen damit zu begeistern.


Während Pralinen von der Gänseleber mit einem guten Süßwein auf Muchitschs persönlicher Speisekarte ganz oben stehen, findet sich Tofu überhaupt nicht darauf. Die wichtigste Zutat ist für den Spitzenkoch das Wundermittel „Dashi“. Für die Herstellung benötigt man ein spezielles Seegras, welches man wie einen Tee auskocht und mit getrockneten Thunfischflocken ziehen lässt. Noch nie gehört, jedoch schon verspeist. Ein hausgemachter hipper Geschmacksverstärker.


Pinzette, für was?

Um hier in Österreich eine Haube zu bekommen, kommt stets der gute Freund „die Pinzette“ zum Einsatz, mit welcher ein gigantisches Blütenmeer auf den Teller gezaubert wird, so Muchitsch. All diese „Spielereien“ gibt es im Schloss Miralago nicht. Die „Wertigkeiten“ verschieben sich. Angerichtet wird auf Tellern, die das Essen auch warmhalten, mit etwas „Tempo“ sodass den Gast das Essen auch noch warm erreicht.


Wie ihr hier jedoch seht – sind die Nudeln ein absoluter Augenschmaus, ein Hingucker und zugleich ein pures Geschmackserlebnis. Genießt man den ersten Bissen eines „Gourmettellers“, kann man oft den zweiten Bissen kaum erwarten. Ob man jedoch aufgrund der Vielzahl an kleinen Pünktchen und Blättchen dieselben Komponenten wieder schmecken wird, ist nicht gewiss. Muchitsch ist es wichtig, mehrere Bissen in Folge mit demselben Geschmackserlebnis genießen zu können.

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